Friedhof Polchow

Machen Sie sich auf den Weg durch unsere historische Kulturlandschaft und folgen Sie den Pfaden unserer Ahnen. Versetzen Sie sich in eine Zeit ohne elektrisches Licht und fließendes Wasser, als Pferd und Esel die Mobilität bestimmten. Wandern Sie etwa den alten Kirchsteig von Wesselstorf nach Polchow und stellen Sie sich vor, ihn bei Wind und Wetter gehen zu müssen – denn in Polchow lagen Schule und Kirche. Die heutige neugotische Backsteinkirche wurde nach Plänen des Hofbaurats Möckel von 1889 bis 1891 erbaut, nachdem die mittelalterliche Feldsteinkirche 1887 wegen schwerer Schäden abgerissen wurde. Hinter der Kirche steht noch heute eine der gewaltigsten Linden Europas.

Im Frühjahr 2022 wurde die Dorflinde als „Nationalerbe-Baum“ ausgezeichnet – ein Titel, den in Deutschland nur zwölf Bäume tragen. Die Initiative der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, unterstützt von der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung, stärkt ihren Schutz und ihre Pflege.

Einer Sage nach wollte der Teufel die Kirche zerstören. Doch die Bauern hatten sie mit einer Kette an die Linde gebunden – so musste er unverrichteter Dinge wieder verschwinden. Kirche und Linde stehen bis heute.

 

Friedhöfe sind nicht nur Orte der Trauer, sondern auch wichtige Lebensräume mit großer Artenvielfalt. Im Projekt „Wandel(n) im Mecklenburger ParkLand“ wurden hier alte Gehölze gepflegt und eine Blühwiese angelegt.

Maßnahmen

Friedhof Polchow
  • Anlegen einer naturnahen Wiese (Blühwiese) 
  • Kronenpflege des alten Baumbestandes
  • Entfernung des Efeus an den Bäumen
  • Informationstafeln 
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Vorher / Nachher

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